Hagebutten. Das sind rote runde Früchte, die aus einigen Rosenblüten entstehen. Im Juni blühen die Rosenbüsche, ab September beginnen die Früchte zu reifen. In vielen Parks und Gärten stehen die Sträucher. Die Blüten duften schön – die Hagebutten leuchten rot bis ins nächste Frühjahr. Aber die Sammelfrüchte bringen nicht nur Farbe in den nassen Herbst und den dunklen Winter. Sie können noch viel mehr: Verarbeitet zu einem leckeren Tee bringen sie dem Körper wertvolle Nährstoffe. Auch zu Marmelade sind die Klassiker sehr beliebt.

Hagebuttentee besteht wie der Name schon sagt aus der ungiftigen Frucht Haugebutte (natürlich zerkleinert). Im übrigen sind in vielen Früchteteemischungen Hagebutten enthalten. Da reiner Hagebuttentee nicht stark gefärbt ist, enthält die "Teemischung Hagebutte" meist einen Anteil Malve als stark rotfärbende Komponente.

Hagebuttentee schmeckt erfrischen und kann auch gut kalt serviert werden.

Hagebuttentee Inhaltsstoffe - Da steckt viel drin:

Hagebutte für leckeren Hagebuttentee

Viele Kinder kennen die roten Beeren als Juckpulver. Das liegt daran, dass die darin enthaltenen Nüsse feine Widerhaken besitzen. Kommen diese mit der Haut in Berührung, führt das zu einem Juckreiz. Die positiven Effekte der Hagebutte überwiegen jedoch meilenweit. Welche das sind? Für den Früchtetee werden lediglich die Schalen der Hagebutten verwendet. Diese enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe:

Was kann die Superfrucht?

Vitamine sind allgemein sehr wertvoll für unseren Körper – man kann eigentlich nicht genug davon haben. In Hagebuttentee ist besonders viel Vitamin C enthalten, denn die Früchte gehören zu den größten heimischen Vitamin C Produzenten. Die Vitamine im Tee unterstützen das Immunsystem, die Regeneration von Haut, Haaren und Nägeln und sind darüber hinaus wichtig für den Stoffwechsel.

Lycopin ist ein sekundärer Pflanzenstoff. Das sind Stoffe, die von Pflanzen gebildet für den Menschen sehr wichtig sind. Lycopin gehört zu den Antioxidantien. Dem Stoff wird nachgesagt, dass er den Körper vor freien Radikalen schützt und somit gegen Krebs helfen kann.

Pektin zählt zu den Ballaststoffen. Es wirkt entgiftend und leicht abführend. Dadurch kann es den Stoffwechsel ankurbeln und Linderung bei Verdauungsbeschwerden ermöglichen. Das bringt auch ein Plus, wenn es um Harnwegsbeschwerden geht. Die Fruchtsäuren im Tee wirken nämlich harntreibend. Bei einer Blasenentzündung beispielsweise können Schadstoffe und Viren dadurch schneller ausgeschieden werden.

Man sieht: Hagebutten liefern dem menschlichen Körper viele Nährstoffe. Zu einem Tee verarbeitet sind diese schnell aufgenommen und gleichzeitig auch noch wärmend und köstlich.

Hagebuttentee und Nebenwirkungen

Viele Heilmittel aus der Natur haben gleichzeitig Nebenwirkungen. Hagebuttentee ist grundsätzlich sehr gut verträglich, auch für Schwangere. Bei einer zu hohen Dosierung des Tees kann es jedoch zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Außerdem wirken die Fruchtsäuren harntreibend, was aber – wie oben schon erwähnt – eigentlich ein positiver Effekt des Tees ist.

Einfach selbstgemacht: Hagebuttentee

Hagebutten zu Tee verarbeiten – das ist eine der häufigsten Nutzungsformen der leuchtenden Herbstfrucht. Auch Marmeladen und Arzneipulver werden aus den Beeren gemacht. Und das Beste daran? Das kann man ganz einfach selbst machen. Hagebuttentee frisch aus dem eigenen Garten – das ist leichter als man denkt.

Hagebuttentee selber machen Schritt für Schritt

  1. Hagebutten sammeln. Die roten Früchte entwickeln sich erst relativ spät im Jahr und sind im Herbst reif. Dann leuchten sie bei tristem Wetter und warten darauf, geerntet zu werden. Falls im eigenen Garten keine Rosenbüsche stehen, gibt es häufig in Böschungen und Hecken an Waldrändern Wildrosen, die viele Früchte tragen. Einen perfekten Reifegrad haben Hagebutten, wenn sie bei etwas Druck mit den Fingern leicht nachgeben. Nach dem ersten Frost sollen die Früchte noch süßer sein. Achtung: Die Zweige der Wildrosen haben Stacheln. Daher am besten Handschuhe tragen.
  2. Mit einem Messer werden die Blütenansätze sowie die Stiele der Früchte abgeschnitten. Außerdem sollten die Hagebutten mit Wasser gereinigt werden.
  3. Je nach Größe müssen die Früchte zerkleinert werden. Sind die Fruchtstücke zu groß, ist die Gefahr, dass diese schimmeln, höher. Die einzelnen Hälften können außerdem ausgehöhlt werden – das ist jedoch nicht unbedingt notwendig, denn im Tee stören die kleinen Kerne nicht. Wie bei der Ernte ist es während des Zerkleinerns empfehlenswert Handschuhe zu tragen. Die feinen Härchen der Kerne rufen sonst einen unangenehmen Juckreiz hervor.
  4. Jetzt werden die Hagebutten getrocknet. Dies kann man mithilfe eines Ofens machen – dabei können allerdings die wertvollen Nährstoffe verloren gehen. Daher: am besten die Früchte an einem warmen Ort für einige Tage ausbreiten und so schonend trocknen. Währenddessen müssen die Hagebutten immer mal wieder gewendet werden. Nur dann trocknen sie gleichmäßig und sind bereit zur Weiterverarbeitung.
  5. Nach dem Trocknen ist es wichtig, die Früchte richtig aufzubewahren. Das funktioniert in einem luftdichten Gefäß.

Et voila – fertig ist der hausgemachte Hagebuttentee. Zwei Teelöffel werden für eine Tasse des frisch aufgebrühten roten Saftes benötigt. Die aufgegossenen Hagebuttenschalen sollte man etwa zehn Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Kleiner Tipp: Man kann sich mit verschiedenen Bestandteilen eine individuelle Teesorte mischen. Wie wäre es beispielsweise mit Hibiskus oder leckerer Minze zur Hagebutte?

Hagebuttentee – ein wahrer Alleskönner

Während viele die Kraft der Natur unterschätzen, profitieren andere von ihren wirkungsvollen Pflanzen und Früchten. Die Hagebutte ist ein gutes Beispiel dafür. Ihr werden viele nützliche Effekte auf den Körper nachgesagt. So soll sie

An diese Superkräfte kommt man ganz einfach heran, denn die Früchte lassen sich perfekt verarbeiten. Marmelade, Mus, Öl und besonders Tee sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten. Wer kann da schon "nein" zu den Vitaminbomben sagen?