Beim Grüntee oder auch Grüner Tee sind im Gegensatz zum Schwarztee die Teeblätter nicht fermentiert. Damit unterscheiden sich Grüntee und Schwarztee in der Teezubereitung. Doch nicht nur in der Teezubereitung unterscheiden sich Grüntee und Schwarztee sondern letztendlich auch im Geschmack, den Inhaltsstoffen und sogar in der Wirkung.
Herstellung
Bei der Herstellung von Grüntee ist es ganz wichtig, dass nach dem Welken der frisch gepflückten Blätter diese erhitzt, geröstet oder gedämpft werden. Damit verhindert man die Fermentation. Der Begriff Fermentation steht allgemein für eine chemische Stoffumwandlung, beim Tee spricht man aber heute zunehmend korrekter von einer Oxidation.
Da die Fermenation verhindert wird, bleiben auch alle Wirkstoffe erhalten, da keine Umwandlung der Inhalte u.a. in Aromastoffe stattfindet.
Grüntee Sorten
Alle Sorten des Grüntee hier vorzustellen ist gar nicht möglich, da es mehr als 1000 Sorten geben soll. Die Hauptproduzenten von Grüntee sind China und Japan. Dementsprechend unterscheidet sich der Grüntee aus beiden Ländern auch geschmacklich etwas.Ein paar Grünteesorten sind z.B.
aus Japan ...
- Bancha
- Genmaicha
- Gyokuro
- Kabusecha
- Kukicha
- Matcha
- Sencha
- Yonkon
- Tamaryokucha (auch unter dem Namen Guricha bekannt)
- Fukamushicha
aus China ...
- Chun Mee (schöne Augenbraue)
- Gunpowder
- Mao Feng (Haarspitzen)
- Pi Lo Chun (Jadeschneke des Frühlings)
- Lung Ching (Drachenbrunnentee)
- Liu An Gua Pian (Melonensamen)
- Tian Mu Quing Ding
- Yuncui
aus Indien ...
Ein besonderer Grüntee ist darüberhinaus beispielsweise der GABA-Tee. Er charaktersiert sich durch einen hohen Anteil der körpereigenen Substanz GABA (Gamma-Aminobuttersäure, abgekürzt von der englischen Bezeichnung gamma-Aminobutyric acid). So gibt GABA nicht nur den Namen für diesen Grüntee, sondern überzeugt auch noch durch zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit.
Warum grüner Tee immer mit Zitronensaft getrunken werden sollte
Eine spannende Studie von Mario Ferruzzi und seine Kollegen von der Universität Pudue in Indiana fand heraus, dass Zitrussaft (Zitronensäure, Saft von Orangen, Limonen oder Grapefruit) bzw. Vitamin C bei der Aufnahme von Catechine deutlich hilft. Normalerweise gelangen weniger als 20 Prozent dieser gesunden Stoffe tatsächlich in unseren Körper (EGC und EGCG sind sogar noch empfindlicher und waren sogar nur noch mit weniger als 10% nach der Verdauung enthalten). Durch die Zugabe von Zitrussaft in den grünen Tee kann die Absorption der Antioxidantien aber bis zu verfünffacht werden. So verhindert beispielsweise der saure Zitronensaft, dass im Tee die enthaltenen Catechine schon während der Verdauung zerfallen. Einziger Wehrmutstropfen den der Forscher selbst in seiner Studie zu erkennen gibt: Die menschliche Nahrungsaufnahme ist deutlich komplizierter als seine Simulationen, sodass weitere Versuche nötig sind, um die Ergebnisse zu bestätigen. Mehr erfährt man in der Studie: "Common tea formulations modulate in vitro digestive recovery of green tea catechins"
Zubereitung von Grüntee
Wie schon gesagt unterscheidet sich der Grüntee auch in der Zubereitung vom Schwarztee. So sollte das Wasser für den Aufguss beim Grüntee höchstens 90 °C besitzen. Als Minimum gibt man meist 50 °C an. Viel mögen den Grüntee bei einer Wassertemperatur von 70 °C, also der goldenen Mitte.
Die 90 °C sind wichtig, da wenn das Wasser zu heiß ist, der Tee bitter und damit ungenießbar wird. Die Hitze ist nämlich dafür verantwortlich, dass die im grünen Tee enthaltene Stoffe zersetzt werden, was den bitteren Geschmack auslöst und darüber hinaus auch mit sich bringt, dass die gesundheitlich wertvollen Wirkungen dadurch verloren gehen.
Wie heiß das Wasser wirklich sein darf, hängt aber mit der verwendete Teesorte zusammen. Deshalb kann man hier durchaus auch mal die Temperatur des Wassers variieren.
Die meisten Sorten grünen Tees sollten nicht länger als 30 bis 90 Sekunden ziehen. Wer hier wieder länger wartet riskiert, dass der Tee bitter wird.