Jeder kennt die kleinen blauen Beeren, die im eigenen Garten oder am Waldrand zu finden sind. Die getrockneten Heidelbeeren lassen sich zu einem köstlichen Tee verarbeiten und bringen gleichzeitig gesundheitsfördernde Eigenschaften mit sich. Aufgrund des süßen und milden Geschmacks ist er auch ein idealer Tee für Kinder, beispielsweise bei Durchfallerkrankungen.

Was ist Heidelbeertee?

Darstellung der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
Darstellung der Heidelbeere -
Quelle: Mentz, A.; Ostenfeld, C. H.
Bilder der Nordflora. Band 1

Heidelbeertee besteht aus getrockneten Heidelbeeren. Diese sind auch als Blaubeeren, Schwarzbeeren oder Waldbeeren bekannt. Die Beeren sind meistens aus konventionellem Anbau oder stammen aus Wildsammlung.

Die reifen Früchte lassen sich von Juni bis September ernten. Da frische Heidelbeeren sehr empfindlich sind und dementsprechend schnell schimmeln, werden die eingefroren oder getrocknet. Aus den getrockneten Heidelbeeren lässt sich ein schmackhafter Tee zubereiten.

Der aromatische Tee der getrockneten Beeren hat einen fruchtigen und leicht süßlichen Geschmack. Er eignet sich zum Trinken für die ganze Familie.

Die Heidelbeere wächst auf einem Strauch, welcher eine stolze Höhe von bis zu 80 Zentimeter erreichen kann. Die Äste wachsen aufrecht nach oben. Die Pflanze ist unempfindlich und wächst gut auf kargen Böden. Im Halbschatten fühlt sie sich besonders wohl. Das Besondere an ihr ist, dass sie bis zu 30 Jahre alt werden kann. Sie lässt sich durch Stecklinge schnell vermehren.

Gesundheitliche Wirkung

Die Heidelbeerpflanze wird seit der Antike für medizinische Zwecke verwendet. Heidelbeeren bringen sehr viele gesundheitliche Vorteile mit sich.

Sie enthalten Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen schützen. Sie enthalten auch Anthozyane, Polyphenole, Ellagsäure und andere sekundäre Pflanzenstoffe. Diese sollen laut Studien Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes und Alzheimer vorbeugen können.

Außerdem sind Blaubeeren eine gute Quelle für Vitamin C und Kalium, Ballaststoffe, Mangan, Kupfer, Eisen, Magnesium und Phosphor.

Heidelbeertee kann entzündungshemmend wirken.

Das Besondere an der Beere ist ihre blaue Farbe. Dieser ist bekannt als Myrtillin, welches zu den Anthozyanen gehört.

Aufgrund der hohen Menge enthaltenen Anthocyanidine können Heidelbeeren dazu beitragen, die Sehkraft bei Nacht zu verbessern.

Ein weiterer Vorteil der Anthozyane ist, dass sie die Haut langsamer altern lassen sollen. Damit bietet dieses Superfood den Vorteil, Falten etwas vorzubeugen. Zudem soll der enthaltene Stoff auch Krebs vorbeugen können.

Der Farbstoff der Heidelbeere wirkt blutbildend aufgrund des Eisengehaltes. Dieser ist zwar im Vergleich zu anderen Lebensmitteln niedrig, aber dafür ist die Heidelbeere voll mit Mineralstoffen.

Heidelbeeren
Heidelbeeren schmecken auch so sehr lecker und sind gesund

Ebenso gut eignet sich Heidelbeertee bei entzündeten Schleimhäuten. Und kann gegen Verstopfung helfen, während es gleichzeitig Entzündungen im Darm hemmt. Das milde Hausmittel hat eine positive Wirkung auf die Magen- und Darmgesundheit und wird deshalb auch in vielen Kräuterbüchern empfohlen.

Des Weiteren kann der Heidelbeertee aus getrockneten Beeren bei Durchfall helfen. Zudem werden die Giftstoffe gebunden und anschließend ausgeschieden. Das bedeutet, dass sie den Körper entgiften können. Die vielen Ballaststoffe sind ebenso gesund für den gesamten Darm.

Zudem haben Heidelbeeren eine positive Auswirkung gegen Parodontitis. Dafür sprechen die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Beere. Die enthaltenen Gerbstoffe können im Mund entzündungshemmend wirken und damit kleinen Entzündungen den Kampf ansagen.

Heidelbeertee Anwendung

Heidelbeertee kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

In erster Linie ist Heidelbertee dafür bekannt, getrunken zu werden. Vor allem bei Durchfallerkrankungen.

Bei angestrengten Augen, wie es beispielsweise bei zu viel Arbeit am PC oder Laptop sein kann, empfiehlt es sich, den Tee äußerlich auf die Augen zu geben. Dazu gibt man etwas Tee auf Wattepads und legt diese auf die Augen.

Zubereitung

Wenn möglich, sollte Heidelbeertee aus Biolandwirtschaft oder Wildsammlung sein. Der Grund hierfür ist, dass Heidelbeeren aus konventionellem Anbau mit Pestiziden belastet sein können, welche sich auf lange Sicht negativ auf dem Organismus auswirken können.

Bio Heidelbeertee enthält deutlich weniger und oft sogar gar keine Pestizide. Damit lässt sich bestmöglich von diesem Heidelbeertee profitieren.

Großpackungen sind meistens deutlich günstiger.

Die Zubereitung mit Heidelbeertee ist einfach.

Tee aus getrockneten Beeren

Für die Zubereitung sind nun folgende Schritte notwendig:

  1. Je nach Größe der Tasse etwa 2-3 EL in ein Teesieb hineingeben und diese mit kochendem Wasser übergießen.
  2. Der Tee sollte etwa 10 Minuten ziehen, damit sich die Stoffe aus den Früchten lösen können.
  3. Wer den Tee etwas süßer möchte, kann diesen mit etwas Honig oder einem anderen Süßungsmittel süßen.

Um vom Heidelbeertee gesundheitlich profitieren zu können, empfiehlt es sich dreimal am Tag eine Tasse davon zu trinken.

Tee aus gemahlenen Heidelbeeren

Wer möchte, kann sich auch aus gemahlenen Heidelbeeren einen köstlichen Tee zubereiten. Die Zubereitung ist dabei dieselbe.

Der Nachteil ist jedoch, dass sich die gemahlenen Heidelbeeren unten absetzen können. Aus dem Grund empfiehlt es sich bei dieser Variante den Tee gut umzurühren, bevor er getrunken wird.

Heidelbeertee im Teebeutel

Hierbei handelt es sich um die einfachste und schnellste Variante.

Dazu wird ein Teebeutel in eine Tasse gegeben und anschließend mit kochend heißem Wasser übergossen. Nach dem Ziehen des Tees wird der Teebeutel entnommen, ein zu langes Ziehen einen eventuell zu starken Geschmack auslösen kann, was nicht jeder mag.

Wichtig hierbei ist beim Kauf darauf zu achten, dass es sich hierbei um echte getrocknete Heidelbeeren und nicht um ein synthetisches Aroma handelt. Denn nur noch kann von den gesundheitsfördernden Eigenschaften profitiert werden.

Heidelbeertee selber machen

Im eigenen Garten lassen sich ertragreiche Kulturheidelbeeren selber anbauen. Der Vorteil ist, dass hier sichergegangen werden kann, dass diese frei von Pestiziden sind.

Dazu werden die reifen Heidelbeeren nach der Ernte schonend getrocknet. Anschließend lassen sie sich in luftdichten Gefäßen über mehrere Monate aufbewahren. Der Vorteil daran ist, dass damit der Körper auch außerhalb der Saison von den vielen Vitamine und Mineralstoffe profitieren kann und nicht darauf verzichtet werden muss.

Um den Heidelbeertee selbst zuzubereiten, wird die gewünschte Menge an Heidelbeeren genommen und in eine Tasse gegeben. Diese wird mit kochendem Wasser übergossen.

Als kleiner Tipp empfiehlt es sich, die getrockneten Heidelbeeren vor dem Zubereiten des Tees zu mörsern. Der Vorteil ist, dass sich so die Wirkstoffe noch besser entfalten können.

Übrigens ist auch ein Kaltauszug möglich. Dieser benötigt zwar ein wenig länger, ist aber genauso lecker. Dafür werden 2 Esslöffel Heidelbeeren entnommen und für etwa 3 Stunden in kaltes Wasser eingelegt. Danach hat das Wasser die schöne Farbe angenommen und kann getrunken werden.

Die Heidelbeerblätter aus dem eigenen Garten können zwar auch für einen Tee verwendet werden, allerdings kommen sie den Beeren geschmacklich keineswegs nahe.

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