Jeden Morgen steigt ein zarter Dampf aus Millionen Tassen empor. In Tokio, in London, in kleinen Dörfern auf Sardinien. Seit Jahrtausenden begleitet Tee die Menschheit durch ihren Alltag, durch Freude und Trauer, durch Krankheit und Gesundheit. Doch was wäre, wenn dieses bescheidene Ritual mehr bewirkt als nur einen Moment der Ruhe? Was wäre, wenn jeder Schluck tatsächlich dazu beiträgt, den Körper langsamer altern zu lassen und so zu einem längeren Leben führen würde?
Die Longevity-Forschung untersucht genau diese Frage. Und ihre Antworten faszinieren: Tee enthält bioaktive Substanzen, die in wissenschaftlichen Studien mit einem verlängerten Leben in Verbindung gebracht werden. Dabei geht es nicht um magische Versprechen oder esoterische Heilslehren. Es geht um messbare Daten, um Kohortenstudien mit hunderttausenden Teilnehmenden und um molekulare Mechanismen, die Forschende weltweit entschlüsseln. Doch was ist Longevity überhaupt und welche Rolle spielt Tee bei einem längeren Leben?
- Was bedeutet Longevity eigentlich?
- Tee und Sterblichkeit: Was sagen Studien?
- Die Wissenschaft hinter dem Tee: EGCG und Catechine
- Grüner, schwarzer, weißer Tee: Macht die Sorte einen Unterschied?
- Die Blue Zones: Tee als Teil eines Lebensstils
- Praktische Hinweise: Wie viel Tee, wie zubereitet?
- Was die Wissenschaft noch nicht weiß
- Fazit: Ein Getränk zwischen Tradition und Wissenschaft
- Quellen und Verweise
Was bedeutet Longevity eigentlich?
Der Begriff Longevity stammt aus dem Lateinischen: longus bedeutet lang, vita steht für Leben. Doch Longevity meint mehr als nur ein hohes Alter zu erreichen. Es geht um gesunde Lebensjahre. Forschende unterscheiden hier zwischen zwei wichtigen Konzepten: der Lebensspanne (Lifespan) und der Gesundheitsspanne (Healthspan).
Die Lebensspanne beschreibt schlicht die Anzahl gelebter Jahre von der Geburt bis zum Tod. Die Gesundheitsspanne hingegen umfasst jene Jahre, in denen ein Mensch frei von chronischen Krankheiten, Behinderungen und gravierenden Einschränkungen lebt. Und genau hier liegt der entscheidende Punkt: Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigte, dass zwischen der Lebensspanne und der Gesundheitsspanne inzwischen eine Differenz von etwa über 9 Jahr liegt.1 Das bedeutet: Viele Menschen verbringen ihr letztes Lebensjahrzehnt mit chronischen Beschwerden, eingeschränkter Mobilität oder kognitiven Beeinträchtigungen.
Das Ziel der modernen Longevity-Forschung lautet daher nicht einfach länger leben. Es lautet: länger gesund leben. Nicht die Jahre im Leben zählen, sondern das Leben in den Jahren. Diese Philosophie prägt auch die Diskussion um Tee als potentielles Longevity-Getränk.
Tee und Sterblichkeit: Was sagen Studien?
Die wissenschaftliche Datenlage zum Zusammenhang zwischen Teekonsum und Langlebigkeit wächst stetig. Mehrere großangelegte Kohortenstudien liefern bemerkenswerte Ergebnisse.
Die UK Biobank Studie: Schwarztee unter der Lupe
Eine 2022 veröffentlichte Studie im renommierten Annals of Internal Medicine analysierte Daten von 498.043 Teilnehmenden aus Großbritannien im Alter zwischen 40 und 69 Jahren. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 11,2 Jahren zeigte sich: Menschen, die täglich zwei oder mehr Tassen Tee tranken, hatten ein deutlich niedrigeres Risiko, während des Studienzeitraums zu versterben, verglichen mit Nicht-Teetrinkern.2
Das Besondere an dieser Studie: Rund 90 Prozent der Teilnehmenden tranken Schwarztee. Damit widerlegt die Studie die verbreitete Annahme, nur grüner Tee biete gesundheitliche Vorteile. Auch der Zusatz von Milch oder Zucker veränderte die Ergebnisse interessanterweise nicht signifikant, obwohl es diesbezüglich auch widersprüchliche Studien gibt. Das National Cancer Institute der USA betonte: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Tee, auch Schwarztee, Teil einer gesunden Ernährung sein kann.3
Das China-PAR Projekt: Grüntee und Herzgesundheit
Eine chinesische Studie mit über 100.000 chinesischen Erwachsenen, veröffentlicht im European Journal of Preventive Cardiology, beobachtete die Probanden über einen Median von 7,3 Jahren. Regelmäßige Grüntee-Trinker (mindestens dreimal wöchentlich) zeigten ein um etwa 25 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Tod durch kardiovaskuläre Ursachen. Generell wurde in der Studie auch der regelmäßige Teekonsum mit mehr gesunden Lebensjahren und einer höheren Lebenserwartung in Verbindung gebracht. So ergaben die Analysen beispielsweise, dass 50-jährige regelmäßige Teetrinker 1,41 Jahre später an einer koronaren Herzkrankheit oder einem Schlaganfall erkranken und 1,26 Jahre länger leben würden als Menschen, die nie oder selten Tee trinken. Im Vergleich zu Personen, die nie oder nur selten Tee tranken, hatten regelmäßige Teetrinker ein um 20 % geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle, ein um 22 % geringeres Risiko für tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle und ein um 15 % geringeres Risiko für Todesfälle jeglicher Ursache. 4
Eine japanische Studie mit über 40.000 Erwachsenen fand darüber heraus: Teilnehmende, die mehr als fünf Tassen grünen Tee täglich tranken, hatten ein um 26 Prozent niedrigeres Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, verglichen mit jenen, die weniger als eine Tasse tranken. 5
Biologisches Alter: Kann Tee die Zellalterung verlangsamen?
Eine 2024 veröffentlichte Studie in The Lancet Regional Health kombinierte Daten aus der UK Biobank und der China Multi-Ethnic Cohort Study. Die Forschenden nutzten die sogenannte Klemera-Doubal-Methode, um das biologische Alter der Teilnehmenden anhand von Biomarkern zu bestimmen. Das Ergebnis: Personen, die während des Studienzeitraums begannen, regelmäßig Tee zu trinken, zeigten eine Verlangsamung ihrer biologischen Alterung im Vergleich zu konstanten Nicht-Trinkern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Konsum von etwa 3 Tassen Tee oder 6–8 g Teeblättern pro Tag die deutlichsten Anti-Aging-Vorteile bieten könnte.6
Besser als Kaffee: Schützt Tee die Knochen?
Spannend ist auch eine noch recht junge Studie aus dem Jahr 2025 der Flinders University. Diese fand heraus, dass regelmäßiger Teekonsum die Knochen stärkt und den Stoffwechsel ankurbelt. Kaffee hingegen kann bei hohem Konsum das Gegenteil bewirken. Untersucht wurden 9.704 Frauen im Alter von 65 Jahren oder älter über einen Zeitraum von 10 Jahren über den Zusammenhang zwischen Kaffee- und Teekonsum und der Knochenmineraldichte (BMD = bone mineral density). Insbesondere für Frauen mit Adipositas schien der Teekonsum von Vorteil zu sein, wie die Studie ebenfalls herausfand. Verantwortlich für das bessere Abschneiden des Tees im Vergleich zum Kaffee sind die darin enthaltenen Catechine, speziell der Verbindung Epigallocatechin-3-gallat (EGCG), die den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen. Für ein längeres, gesünderes Leben kann also der Wechsel vom Kaffee zum Tee schon der erste Schritt sein.
Die Wissenschaft hinter dem Tee: EGCG und Catechine
Teeblätter der Pflanze Camellia sinensis enthalten eine Vielzahl bioaktiver Substanzen. Die prominenteste Gruppe: Polyphenole https://www.teelexikon.com/polyphenole.php. Unter ihnen stechen die Catechine hervor, insbesondere das Epigallocatechingallat, kurz EGCG. In grünem Tee macht EGCG etwa 40 Prozent der gesamten Polyphenolmenge aus.
Wie wirken diese Moleküle? Die Forschung identifiziert mehrere Mechanismen:
- Antioxidative Wirkung: Catechine neutralisieren freie Radikale und reduzieren damit oxidativen Stress, einen Haupttreiber der Zellalterung.
- Entzündungshemmung: Polyphenole hemmen entzündungsfördernde Signalwege wie den NF-κB-Pfad und reduzieren damit chronische Entzündungen im Körper.
- Mitochondriale Funktion: Studien an Fadenwürmern (C. elegans) zeigen, dass EGCG die Mitochondrienfunktion beeinflusst und über eine sogenannte Mitohormese die Stressresistenz erhöht.
- Zelluläre Seneszenz: Eine 2022 veröffentlichte Studie zeigte, dass langfristiger EGCG-Konsum bei Mäusen mehrere Marker der Zellseneszenz abschwächte und die Darmmikrobiota positiv beeinflusste.
Diese Ergebnisse stammen größtenteils aus Labor- und Tierstudien.8, 9 Die Übertragbarkeit auf den Menschen bleibt eine wichtige Einschränkung. EGCG besitzt im menschlichen Körper eine relativ geringe Bioverfügbarkeit und eine kurze Halbwertszeit von nur ein bis zwei Stunden. Ob die im Tierversuch wirksamen Konzentrationen durch normalen Teekonsum erreicht werden können, bleibt Gegenstand laufender Forschung.
Grüner, schwarzer, weißer Tee: Macht die Sorte einen Unterschied?
Alle echten Tees stammen von derselben Pflanze. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung. Grüner Tee wird nach der Ernte erhitzt, um die Oxidation zu stoppen. Dadurch bleiben die Catechine weitgehend erhalten. Schwarztee durchläuft hingegen einen vollständigen Oxidationsprozess (man spricht auch von fälschlicherweise von Fermentation). Dabei wandeln sich Catechine in andere Verbindungen um: Theaflavine und Thearubigine. Diese geben dem Schwarztee seine dunkle Farbe und seinen kräftigen Geschmack.
Die wissenschaftliche Literatur tendiert dazu, grünem Tee die stärksten gesundheitlichen Effekte zuzuschreiben. Eine Meta-Analyse aus 18 Kohortenstudien ergab eine 20-prozentige Reduktion des Gesamtmortalitätsrisikos für die Gruppe mit dem höchsten Grünteekonsum. Pro zusätzlicher Tasse grünem Tee täglich sank das Risiko um etwa 4 Prozent10.
Doch Schwarztee verdient durchaus Beachtung. Die bereits erwähnte UK Biobank Studie dokumentierte klare Vorteile auch für diese Teesorte. Eine 2024 veröffentlichte US-Studie mit über 43.000 Teilnehmenden fand zudem Hinweise, dass der Konsum von drei bis fünf Tassen Tee täglich die Lebenserwartung um mehrere Jahre erhöhen könnte. Dabei schnitten grünteehaltige Mischungen (die Anzahl an reinen Grünteetrinker war zu gering, weshalb in diese Gruppe auch Teilnehmer mit aufgenommen wurden, die keine Angabe zum Teetyp gemacht haben – „Other tea“) etwa ein Jahr besser ab als reiner Schwarztee.10
Wichtig zu betonen: Alle Beobachtungsstudien können nur Assoziationen aufzeigen, keine Kausalität beweisen. Prof. Gunter Kuhnle von der University of Reading kommentierte: Diese Studie ist eine Beobachtungsstudie und kann daher nur eine Assoziation herstellen, keine kausale Beziehung. Auch Dr Jenna Macciochi von der University of Sussex betont, dass keine kausale Verbindung gefunden wurde. Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle, die bisher noch nicht berücksichtigt wurden. 12
Die Blue Zones: Tee als Teil eines Lebensstils
Wenn es um Longevity geht, dann kommen häufig auch die sogenannte „Blue Zones“ zur Sprache. Okinawa, eine Inselgruppe im Süden Japans, galt lange als eine der sogenannten Blue Zones. In diesen „Blue Zones“ Regionen leben überdurchschnittlich viele Hundertjährige. Grüner Tee begleitet in Okinawa nahezu jede Mahlzeit. Die traditionelle okinawische Küche kombiniert ihn mit einer pflanzenreichen Ernährung, moderater Kalorienzufuhr nach dem Prinzip Hara Hachi Bun Me/hara hachi bu (essen bis 80 Prozent satt) und starken sozialen Bindungen innerhalb sogenannter Moai-Gruppen. Dementsprechend kommt auch von hier die Vermutung auf, Tee könnte zu der Langlebigkeit der Einwohner von Okinawa beitragen.
Die Okinawa Centenarian Study, die seit 1975 läuft und damit die weltweit am längsten durchgeführte Studie zu Hundertjährigen darstellt, schreibt etwa zwei Drittel der Langlebigkeit Ernährung und Lebensstil zu. Tee erscheint darin als ein Element unter vielen.
Jedoch erfordert Fairness einen kritischen Hinweis: Das gesamte Konzept der Blue Zones steht mittlerweile unter wissenschaftlicher Kritik. Der Ig-Nobelpreis-Gewinner Saul Justin Newman wies 2019 darauf hin, dass viele der angeblichen Hundertjährigen möglicherweise gar nicht so alt waren, wie Dokumente nahelegten. Geburtsurkunden fehlten oft oder waren unzuverlässig. In Japan fand eine Untersuchung 2010 heraus, dass über 230.000 als über 100-jährig registrierte Personen bereits vor Jahren verstorben waren. Zudem rangierte Okinawa im Jahr 2023 nur noch auf Platz 42 der 47 japanischen Präfekturen hinsichtlich der Lebenserwartung.
Diese Kritik schmälert nicht die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Tee und Gesundheit. Sie mahnt jedoch zur Vorsicht gegenüber romantisierenden Narrativen und unterstreicht die Notwendigkeit randomisierter kontrollierter Studien.
Praktische Hinweise: Wie viel Tee, wie zubereitet?
Welche Trinkmenge erscheint sinnvoll? Die Studienlage deutet auf etwa drei bis fünf Tassen täglich hin. Die UK Biobank Studie fand die niedrigste Mortalität bei zwei bis sechs Tassen. Mehr scheint nicht unbedingt mehr zu bringen. Harvard-Experten warnen sogar, dass mehr als fünf Tassen grüner Tee täglich mehr Risiken als Vorteile bergen könnten, etwa bezüglich erhöhter Leberenzyme oder Nierensteinen durch Oxalate.
Die Zubereitung beeinflusst den Gehalt an bioaktiven Substanzen. Grüner Tee entfaltet sein volles Potenzial bei Wassertemperaturen von 70 bis 80 Grad Celsius und einer Ziehzeit von zwei bis drei Minuten. Kochendes Wasser kann die empfindlichen Catechine zerstören und den Tee bitter machen.
Ob mit oder ohne Zucker? Die UK Biobank Studie fand keine signifikanten Unterschiede. Dennoch warnte eine separate US-Studie: Ungesüßter Tee senkte das Mortalitätsrisiko, während gesüßter Tee diesen Effekt nicht zeigte. Zucker bleibt ein eigenständiger Risikofaktor für diverse Erkrankungen. Eine Empfehlung lautet daher, Tee möglichst ungesüßt zu genießen.
Und die Milch im Schwarztee? Auch hier gab die UK Biobank Entwarnung: Die gesundheitlichen Assoziationen blieben gleich, unabhängig davon, ob die Teilnehmenden ihren Tee mit oder ohne Milch tranken. Diese Erkenntnisse stehen aber zugegebenermaßen im Widerspruch zu anderen Studien, die belegen das hinzugefügte Milch die gesundheitliche Eigenschaft des Tees stören kann.
Was die Wissenschaft noch nicht weiß
Trotz der ermutigenden Daten mahnen Forschende zur Zurückhaltung. Keine randomisierte kontrollierte Studie hat bisher den Effekt von Tee auf kardiovaskuläre Endpunkte oder Mortalität direkt untersucht. Alle großen Studien sind Beobachtungsstudien. Sie können zeigen, dass Teetrinker statistisch länger leben. Sie können nicht beweisen, dass der Tee dafür verantwortlich ist.
Sogenannte Confounder (auch Störfaktor oder Störvariable) könnten eine Rolle spielen. Vielleicht trinken gesundheitsbewusstere Menschen tendenziell mehr Tee. Vielleicht korreliert Teekonsum mit anderen vorteilhaften Verhaltensweisen wie mehr Bewegung, weniger Stress oder weniger Rauchen. Die Studien versuchen, solche Faktoren statistisch herauszurechnen, aber Restrisiken bleiben.
Auch die Bioverfügbarkeit bleibt ein offenes Thema. EGCG wird im Darm nur zu etwa 2 Prozent aufgenommen. Die im Labor wirksamen Konzentrationen liegen oft weit über dem, was normaler Teekonsum erreicht. Ob Nahrungsergänzungsmittel mit konzentrierten Tee-Extrakten Vorteile bieten, bleibt umstritten und birgt eigene Risiken wie Lebertoxizität bei Überdosierung.
Fazit: Ein Getränk zwischen Tradition und Wissenschaft
Tee als Wundermittel für ewige Jugend? Das wäre übertrieben. Tee als wissenschaftlich interessanter Bestandteil eines gesunden Lebensstils? Das lässt sich vertreten.
Die bisherigen Studien zeigen: Regelmäßiger Teekonsum korreliert mit einem moderat niedrigeren Mortalitätsrisiko. Diese Assoziation gilt für grünen wie für schwarzen Tee. Die biologischen Mechanismen der enthaltenen Polyphenole bieten plausible Erklärungen. Antioxidative, entzündungshemmende und stoffwechselregulierende Wirkungen fügen sich zu einem stimmigen Bild.
Gleichzeitig bleibt Bescheidenheit angebracht. Kein Lebensmittel kann schlechte Gewohnheiten kompensieren. Wer raucht, sich kaum bewegt und ungesund isst, wird durch Tee allein keine Wunder erleben. Longevity entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Faktoren: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressbewältigung und soziale Einbindung.
Was Tee bietet, ist etwas Einfaches und zugleich Kostbares. Ein Moment der Ruhe im hektischen Alltag. Ein Ritual, das seit Generationen Menschen verbindet. Und vielleicht, wenn die Forschung Recht behält, einen kleinen Beitrag zu mehr gesunden Lebensjahren. Die dampfende Tasse am Morgen wird dadurch nicht zum Medikament. Aber sie wird zu dem, was sie immer war: einem guten Grund, innezuhalten und das Leben zu genießen.
Quellen und Verweise
- 1 Garmany, A., Yamada, S., & Terzic, A. (2021). Longevity leap: mind the healthspan gap. NPJ Regenerative Medicine, 6(1), 57.
- 2 Inoue-Choi, M., Ramirez, Y., Cornelis, M. C., Berrington de González, A., Freedman, N. D., & Loftfield, E. (2022). Tea consumption and all-cause and cause-specific mortality in the UK Biobank: a prospective cohort study. Annals of Internal Medicine, 175(9), 1201-1211.
- 3 Tea Consumption Associated with Lower Risk of Death (NIH)
- 4 Wang, X., Liu, F., Li, J., Yang, X., Chen, J., Cao, J., ... & Gu, D. (2020). Tea consumption and the risk of atherosclerotic cardiovascular disease and all-cause mortality: the China-PAR project. European journal of preventive cardiology, 27(18), 1956-1963.
- 5 Kuriyama, S., Shimazu, T., Ohmori, K., Kikuchi, N., Nakaya, N., Nishino, Y., ... & Tsuji, I. (2006). Green tea consumption and mortality due to cardiovascular disease, cancer, and all causes in Japan: the Ohsaki study. Jama, 296(10), 1255-1265.
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- 7 Liu, R. Y., & Liu, E. (2025). Longitudinal Association of Coffee and Tea Consumption with Bone Mineral Density in Older Women: A 10-Year Repeated-Measures Analysis in the Study of Osteoporotic Fractures. Nutrients, 17(23), 3660.
- 8 Tian, J., Geiss, C., Zarse, K., Madreiter-Sokolowski, C. T., & Ristow, M. (2021). Green tea catechins EGCG and ECG enhance the fitness and lifespan of Caenorhabditis elegans by complex I inhibition. Aging (Albany NY), 13(19), 22629.
- 9 Sharma, R., Kumar, R., Sharma, A., Goel, A., & Padwad, Y. (2022). Long-term consumption of green tea EGCG enhances murine health span by mitigating multiple aspects of cellular senescence in mitotic and post-mitotic tissues, gut dysbiosis, and immunosenescence. The Journal of Nutritional Biochemistry, 107, 109068.
- 10 Tang, J., Zheng, J. S., Fang, L., Jin, Y., Cai, W., & Li, D. (2015). Tea consumption and mortality of all cancers, CVD and all causes: a meta-analysis of eighteen prospective cohort studies. British Journal of Nutrition, 114(5), 673-683.
- 11 Tian, W., Zhang, Y., Wang, S., Yan, J., Wang, Y., Pan, J., ... & Zhao, W. (2024). Association of tea consumption with life expectancy in US adults. Nutrition Journal, 23(1), 148.
- 12 Expert reaction to study looking at tea drinking, and health and longevity
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